Stefan Andres - pusche.com

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Nicht zuletzt in Anbetracht des Traffics, der über Twitter und Facebook geht, ist es eine sehr interessante Frage, mit welchen Mechanismen beide Plattformen mit ihrem Content umgehen. Vor allem, was Mechanismen der Bewertung angeht.

Das Google Brand-Update scheint sich mittlerweile relativiert zu haben. Bei vielen Top-Keywords waren hier recht unverständliche SERPS entstanden, bei denen manche Brand aus dem Nirvana in die Top 10 geschossen war. Die viel beschworene DKB z.B. ist inzwischen weder für „Kredit“ noch für „Bank“ noch in den Top 10 zu finden. Beim Lesen des Artikels von Mediadonis war ich aber noch über einen ganz anderen Punkt gestolpert, nämlich Googles Umgang mit Synonymen.

Grade ein Interview mit Google Search Guru Amit Singhal gelesen. Singhal leitet das Core Ranking Team innerhalb Googles Search Quality Group und sitzt beispielsweise jeden Donnerstag mit Matt Cutts, Head des Anti-Web Spam Teams, im Meeting, um den Launch der wöchentlichen Änderungen am Algorithmus zu besprechen. Um und bei 6.000 sollen das allein im letzten Jahr gewesen sein, zum Testen reicht dabei „Much less than 1% of our traffic“ – glaubt man gern angesichts von Googles Market Share.

Nach dem PageRank-Update habe ich in erster Linie positive Kommentare gehört. Auch bei mir sind zwei Seiten um jeweils einen Punkt gestiegen, an denen ich kaum etwas bzw. so gut wie gar nichts gemacht habe. Daher lässt sich in diesen Fällen relativ genau sagen, an welchen Faktoren es gelegen haben könnte.

Google bringt ja mittlerweile schon fast wöchentlich neue Produkte heraus, da ist es manchmal schwer, sofort zu erkennen ob das Ganze einen Mehrwert hat. Entschieden wird in Mountain View dabei oftmals gar nicht mehr auf Basis der eigenen Urteilskraft, man schiebt einfach Beta-Projekt für Beta-Projekt raus an die User und lässt die dann entscheiden, ob das Ganze einen Wert hat oder nicht. Gestern jedoch wurde ein Feature angekündigt, auf das ich mich schon lange gefreut habe: Google Analytics Intelligenz.

Seit längerem ist mir bereits Google Analytics ein Dorn im Auge. Nicht nur, dass Google jede Menge Daten von einem bekommt, Gerüchten zufolge werden diese auch noch gegen einen verwendet, sodass Google z.b. die Bounce Rate auswertet und Websites mit hoher Absprungrate abwertet. Doch hatte ich mich noch nie mit möglichen Alternativen auseinandergesetzt – viele kommerzielle Sites bauen ja gleich ihr eigenes Tracking und binden lediglich noch ein IVW-Pixel ein. Alle anderen schienen bislang große Analytics-Fans, einige der größten deutschen Websites werden damit getrackt, die Menschen schreiben Bücher darüber und veröffentlichen Software dazu.

Diesmal allerdings mit deutlich weniger Text, da das Bild eigentlich für sich selbst spricht - man achte auf die Anzeigen. Vier Banner mit dem selben Content ist schon fast rekordverdächtig. Streng nach dem Motto: Viel hilft viel :)

Heute ist mal wieder die Süddeutsche Zeitung Opfer meiner digitalen Ausflüge. Zwei Dinge sind mir in den letzten Tage aufgefallen: Zum einen gab es heute mal wieder einen lustigen Fall von Misplacement von Werbung, zum anderen ist auf gar nicht so mysteriöse Weise in den letzten Tagen ein Artikel verschwunden, den ich getweetet hatte.

Komisch, was Google bei Adwords manchmal für Richtlinien anlegt. Gerade war ich mal wieder in den Abgründen des www unterwegs, als ich über die im Bild zu sehende Adwords-Anzeige gestolpert bin. Die Suchanfrage nach "masterrace" (englisch für "Herrenrasse") löste die Schaltung der Anzeige eines Skinhead-Versands aus. Masterrace ist nämlich eine trendy Marke für Nazi-Klamotten und bei jenem Shop im Sortiment. Da ich mich hauptberuflich mit Adwords-Anzeigen beschäftige, weiss ich aus Erfahrung, was Google alles von der Schaltung ausschließt. Dass nun ausgerechnet Nazi-Klamotten anscheinend einwandfrei sind, macht einen nachdenklich.

Online Marketing ist ja ein Thema, was erst in den letzten Jahren für immer mehr Firmen, Verlage und Redaktionen interessant respektive unverzichtbar geworden ist. Auch die Süddeutsche Zeitung hat sich mittlerweile in Imperia ein Luxus-CMS zugelegt und bringt auch dem Marketing im Internet enorme Aufmerksamkeit entgegen, wie auf dem Screenshot zu erkennen ist.

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