Stefan Andres - pusche.com
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Nicht zuletzt in Anbetracht des Traffics, der über Twitter und Facebook geht, ist es eine sehr interessante Frage, mit welchen Mechanismen beide Plattformen mit ihrem Content umgehen. Vor allem, was Mechanismen der Bewertung angeht.
Was haben wir?
Twitter: Follower, Favorites, ReTweets
Follower: Leicht zu faken, vermutlich geringer Einfluss.
Favorites: Auch nicht übermäßig aussagekräftig.
ReTweets: Schon eher geeignet, vor allem in Kombination mit starken Accounts.
Bonus: Verified Accounts – die dürften wohl relativ hohen Trust genießen.
Facebook: Freunde, Fans, Likes
Freunde: Ebenfalls wohl relativ leicht zu faken, vermutlich geringer Einfluss.
Fans: Content-basiert, auch leicht zu faken.
Likes: Auch fakebar, aber deutlich interessanter, weil mit zunehmender Verbreitung des Features die Datenbasis ungeheuer groß werden wird. Da grad so ziemlich jeder die Likes-Icons auf seinen Websites einbaut, und die Nutzung im Gegensatz zu Web 2.0-Leichen wie Social Bookmarking sehr hoch ist, entsteht ein globales Bewertungssystem für Content und damit ein ganz neuer Ranking-Faktor für Google. Artikel mit hoher Anzahl an Likes wurden (zumindest der Theorie nach, von Fakes mal abgesehen) direkt durch User auf ihre Qualität überprüft. Könnte Google deren Echtheit zu einem gewissen Grad verifizieren, dürfte sich auf dieser Basis ein sehr relevanter Ranking-Faktor herausbilden.
Ein denkbarer nächster Schritt wäre ein Facebook-eigener Webkatalog respektive eine Facebook-Websuche. Die Möglichkeit, Sites anzulegen, besteht bereits seit längerem, die Anzahl der Fans könnte direkt als Sortierkriterium bei der Ausgabe von Serps dienen. Alles, was nicht als Site bei Facebook angelegt ist, kann (wenn die Funktion vorhanden ist) per Likes klassifiziert werden, zudem wird ja auch viel über Facebook verlinkt, über die Anzahl der Verlinkungen käme ein weiteres Kriterium hinzu, über das Sites nach Qualität sortiert in die Serps integriert werden können.